Opening
Alina Kleytman: Trigger Warning
→ Friday, 03.07.26
Welcome → Ulrike Shepherd, Vorstand, Introduction → Marlene A. Schenk, Künstlerische Leitung → 19:00 Uhr
Artist Talk → Alina Kleytman & Marlene A. Schenk → 19:30 Uhr
Event Kunst-Happen
Registration needed: info@kunstverein-friedrichshafen.de
→ Saturday, 04.07.26
Start → 11:00 Uhr
Das Kooperationsformat KUNSTHAPPEN bietet Kurzführungen durch die aktuellen Ausstellungen der Zeppelin Universität, des Zeppelin Museums und des Kunstvereins Friedrichshafen. Die Kunsttour startet an der Zeppelin Universität mit der Ausstellung „Die Zeit danach – Friedrichshafen 1946“. Dort zeigt die belarussische Künstlerin Marina Naprushkina in einem partizipativen Archiv, wie in Friedrichshafen in der unmittelbaren Nachkriegszeit auf die Zukunft und die Vergangenheit geblickt wurde. Und auch das Zeppelin Museum schaut zurück, wenn es sich in seiner Jubiläumsausstellung „Gefühlte Wahrheiten – Zeppeline und Nationalsozialismus“ seiner eigenen Geschichte stellt und die Verstrickungen zwi- schen der politischen Nutzung von Zeppelinen und dem NS-Staat umfassend aufarbeitet. Danach mündet die Kunstwanderung in der Ausstellung TRIGGER WARNING, die in den Kunstvereinsräumen die Arbeiten von Alina Kleytman zu einer vielseitig bedrohten Gegenwart versammelt und die damit, wie die beiden vorigen Stationen, auf Lehren für eine bessere Zukunft abzielt.
Dialogführung durch die Ausstellung und Finissage
Alina Kleytman: Trigger Warning
→ 30.08.2026, 14:00 Uhr
Dialogische Führung mit Marlene A. Schenk, Kuratorin der Ausstellung, und Prof. Dr. Ursula Ströbele, Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwer- punkt Kunst der Gegenwart an der Hochschule für Bildende Künste Braun- schweig.
Im Rahmen der Ausstellung TRIGGER WARNING laden Kuratorin Marlene A. Schenk und Prof. Dr. Ursula Ströbele zu einer dialogischen Führung durch die Ausstellung ein. Im gemeinsamen Rundgang durch die neu produzierten Arbeiten von Alina Kleytman stehen dabei insbesondere Kleytmans skulpturale Körper im Mittelpunkt: hybride Wesen zwischen Mensch und Tier, Verletzlichkeit und Aggression, Schutz und Zerstö- rung. Wie schreibt sich Gewalt in Körper und Materialien ein? Welche Rolle spielen dabei Groteske, Fragilität und das Unheimliche? Und wie können skulpturale Formen Er- fahrungen sichtbar machen, die sich einer eindeutigen Darstellung entziehen? Die dialogische Führung verbindet kuratorische und kunstwissenschaftliche Per- spektiven und eröffnet einen gemeinsamen Raum für die Betrachtung und Diskussion von Kleytmans Arbeiten. Dabei geht es auch um die Frage, wie Skulptur auf körper- licher und emotionaler Ebene wirkt und welche Bilder von Erinnerung, Widerstand und Verletzlichkeit sie hervorbringen kann.
Ursula Ströbele ist Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kunst der Gegenwart an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig. Sie wurde an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zu den Bildhaueraufnahmestücken der Königlichen Akademie in Paris (1700–1730) promoviert und mit einer Arbeit zur skulpturalen Ästhetik des Lebendigen seit den 1960er-Jahren am Beispiel von Hans Haacke und Pierre Huyghe habilitiert. Seit kurzem leitet sie das Forschungs- und Aus- stellungsprojekt „Ecologies of Sculpture“ in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover. Zu ihren aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen digitale, zeitbasierte Phänomene des Skulpturalen, Kunst und (queere) Ökologien, Bildhauerinnen des 20. Jahrhunderts, Infrastrukturen des Materials.